Welche KI soll ich nehmen – und was kostet das?

Felix erklärt Oma Erla am Küchentisch, was KI ist. Auf dem Laptop ist ein freundliches KI-Symbol zu sehen.
Felix erklärt Oma Erla, was KI bedeutet — vielleicht etwas schneller, als ihr lieb ist.

Felix war zum Mittagessen da. Nudeln mit Tomatensauce, sein Lieblingsgericht seit er klein ist. Irgendwann kam das Gespräch auf KI, weil ich ihm erzählt habe, dass ich neulich einen Versicherungsbrief damit verstanden hatte.

Das hätte ich nicht erwähnen sollen.

Felix hat die Gabel hingelegt und angefangen zu erklären. ChatGPT, Gemini, Copilot, Claude, Perplexity. Multimodal, Sprachmodelle, Token, Kontextfenster. Ich hab noch genickt, als ich längst nicht mehr verstanden habe, wovon er redet.

Irgendwann hab ich meine Hand gehoben. Felix, hab ich gesagt, nochmal, aber langsamer.

Und dann hat er es mir so erklärt, dass ich es verstehen konnte.

Die bekanntesten KI-Programme

Es gibt im Moment einige KI-Programme, die man einfach im Browser aufrufen kann. Kein Herunterladen, kein Installieren. Einfach aufmachen und losschreiben.

Die bekanntesten sind:

NameVon wemKosten
ChatGPTOpenAI (USA)Kostenlose Version verfügbar, Plus-Abo ab ca. 20 €/Monat
GeminiGoogle (USA)Kostenlose Version verfügbar, Advanced-Abo ab ca. 22 €/Monat
CopilotMicrosoft (USA)Kostenlos im Browser, in Windows teilweise integriert
ClaudeAnthropic (USA)Kostenlose Version verfügbar, Pro-Abo ab ca. 18 €/Monat
Mistral VibeMistral AI (Frankreich)Kostenlose Version verfügbar, Pro-Abo 14,99 €/Monat

Stand: Juli 2026. Preise und Konditionen können sich ändern.

Muss ich dafür bezahlen?

Das war meine erste Frage. Felix hat den Kopf geschüttelt. Zum Ausprobieren und für den normalen Alltag reicht die kostenlose Version bei allen vollkommen aus, hat er gesagt. Man kann Fragen stellen, Texte formulieren, Dinge erklären lassen, ohne einen Cent zu bezahlen.

Ein bezahltes Abo lohnt sich erst, wenn man sehr viel und sehr intensiv damit arbeitet. Für den Einstieg braucht man das nicht.

Mein skeptischer Freund Otto wäre erleichtert gewesen.

Welche soll ich nehmen?

Das hab ich Felix auch gefragt. Er hat kurz überlegt. Dann hat er gesagt: Die sind alle gut. Schau einfach, welche KI dir liegt.

Das war mir zunächst zu wenig. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Sinn hat es ergeben. Es ist wie mit Kaffeemaschinen. Es gibt viele gute. Man nimmt die, mit der man zurechtkommt.

Mein Tipp: Such dir eine KI aus, ruf sie im Browser auf, und stell einfach eine Frage. Irgendetwas, das dich gerade beschäftigt. Schau, was zurückkommt. Wenn es sich angenehm anfühlt, bleib dabei.

Man kann jederzeit wechseln. Und man kann auch mehrere ausprobieren. Es kostet ja nichts.

Und dann wäre da noch Mistral

Wer genauer hinschaut, merkt: ChatGPT, Gemini, Copilot und Claude kommen alle aus den USA. Für alle, denen das nicht egal ist, gibt es eine europäische Alternative.

Mistral ist ein französisches Unternehmen. Das Produkt heißt seit Mai 2026 Mistral Vibe und ist unter chat.mistral.ai erreichbar, auch als App für Handy und Tablet und spricht, wie alle anderen auch, Deutsch mit dir. Die kostenlose Version reicht für den Alltag vollkommen aus.

Was Mistral Vibe von den amerikanischen Anbietern unterscheidet: Alle Daten werden auf europäischen Servern gespeichert. Das Unternehmen unterliegt den europäischen Datenschutzvorschriften, also der DSGVO. Für alle, denen das wichtig ist, ist Mistral Vibe eine überlegenswerte Wahl.

Und wer sich fragt, ob es auch eine Schweizer Alternative gibt: Es gibt erste Ansätze, etwa das Forschungsprojekt Apertus der ETH Lausanne. Für den alltäglichen Gebrauch ist es aber noch nicht gedacht.

Felix hat genickt. Stimmt, hat er gesagt. Das hab ich ganz vergessen zu erwähnen.

Das Wichtigste in Kürze

Die bekanntesten KI-Programme sind ChatGPT, Gemini, Copilot und Claude, alle aus den USA. Als europäische Alternative gibt es Mistral Vibe aus Frankreich. Alle haben eine kostenlose Version. Für den Alltag reicht die vollkommen aus.

Einfach eine aufrufen, eine Frage stellen, schauen wie es sich anfühlt. Mehr braucht es nicht.

Was Felix noch gesagt hat

Beim Kaffee ist Felix dann doch noch mal in Fahrt gekommen. Er hat mir erklärt, dass manche KI-Programme inzwischen auch Bilder erstellen, programmieren, Tabellen ausfüllen und auf dem Handy funktionieren.

Ich hab wieder die Hand gehoben.

Felix, hab ich gesagt. Eines nach dem anderen.

Er hat gelacht. Gut, hat er gesagt. Fang einfach an. Den Rest lernst du unterwegs.