Sicher bezahlen im Netz

Oma Erla hält lächelnd ein Smartphone in der Hand, umgeben von Symbolen für Rechnung, Überweisung, Kreditkarte und Sicherheit.

👋 Oma Erlas Einstieg

Otto hat mir neulich erzählt, dass er noch nie in seinem Leben eine Rechnung nicht bezahlt hätte, aber genauso wenig einen Cent überweist, bevor er nicht weiß, was er dafür bekommt. Christa sieht das entspannter: Ist der Shop bekannt, überweist sie einfach vorab. Als die beiden neulich gemeinsam ein Gartenwerkzeug bestellen wollten, saß ich dazwischen und musste erst einmal schlichten.

Welche Zahlungsmethode passt zu mir?

Ganz falsch liegt keiner von beiden. Es kommt eben darauf an, welche Zahlungsmethode zum jeweiligen Shop passt. Genau das schauen wir uns hier in Ruhe an.

Die Zahlungsmethoden im Einzelnen

Kauf auf Rechnung

Die entspannteste Variante. Du bekommst die Ware zuerst, prüfst sie und zahlst erst danach, oft mit einer Frist von zwei bis vier Wochen. Für dich als Käufer ist das risikofrei, du zahlst ja erst, wenn du weißt, dass alles stimmt. Achte nur auf die Zahlungsfrist, damit keine Mahngebühr entsteht.

Der Haken: Immer weniger Shops bieten das noch an, weil es für sie selbst ein gewisses Risiko bedeutet. Findest du diese Option beim Bezahlen nicht, lohnt sich ein Blick, ob eine der folgenden Methoden für dich infrage kommt.

Überweisung im Voraus (Vorkasse)

Hier zahlst du, bevor die Ware verschickt wird. Bei einem Shop, den du kennst oder der einen soliden Eindruck macht (Impressum vorhanden, seit Langem am Markt, gute Bewertungen), ist das eine ganz normale Zahlungsweise.

Bei einem Shop, den du nicht kennst, rate ich davon ab. Ist das Geld einmal überwiesen, ist es schwer zurückzuholen, gerade wenn sich der Shop danach nicht mehr meldet.

PayPal

Du legst einmalig ein PayPal-Konto an und hinterlegst dort dein Bankkonto oder deine Kreditkarte. Beim Bezahlen meldest du dich nur noch bei PayPal an und bestätigst die Zahlung, deine Kontodaten bekommt der Shop selbst gar nicht zu sehen. Ein weiterer Vorteil: Bei Problemen, etwa wenn die Ware nicht ankommt, greift oft der PayPal-Käuferschutz, und du bekommst dein Geld zurück.

Kreditkarte

Auch die Kreditkarte ist eine gängige Zahlungsweise. Manche Kreditkartenanbieter bieten ebenfalls eine Art Käuferschutz an, das ist aber nicht bei jeder Karte gleich geregelt. Nutze die Kreditkarte am besten nur bei Shops, denen du vertraust, und achte darauf, dass die Verbindung sicher ist, erkennbar am „https://" und dem kleinen Schloss-Symbol in der Adresszeile.

Lastschrift

Bei der Lastschrift erlaubst du dem Shop, sich den Betrag selbst von deinem Konto abzubuchen. Das ist bequem, weil du nichts weiter tun musst. Der Vorteil: Eine Lastschrift kannst du innerhalb von acht Wochen bei deiner Bank zurückbuchen lassen, falls doch etwas nicht stimmt. Wichtig ist nur, dass du dem Shop wirklich vertraust, denn du gibst ihm damit Zugriff auf dein Konto.

Wie erkenne ich, ob ein Shop vertrauenswürdig ist?

Bevor du dich für eine Zahlungsmethode entscheidest, lohnt sich immer ein kurzer Blick auf den Shop selbst: Gibt es ein vollständiges Impressum? Beginnt die Adresse mit „https://"? Wirkt der Preis realistisch, oder soll alles nur „heute noch" verfügbar sein? Wie du einen Shop Schritt für Schritt prüfst, habe ich dir in einem eigenen Beitrag aufgeschrieben: Online-Einkauf: prüfen, bezahlen, bestellen.

Erlas Fazit

Es gibt nicht die eine richtige Zahlungsmethode für alle. Otto hat mit seiner Vorsicht recht, Christa mit ihrem Vertrauen aber auch, solange sie weiß, bei wem sie kauft. Schau dir vor jedem Kauf kurz an, welche Möglichkeiten der Shop anbietet, und wähle die, bei der du dich am sichersten fühlst. Mit der Zeit merkst du: Das geht schneller, als du denkst, und irgendwann fast von allein.