Ich hab die KI einfach mal gefragt

Oma Erla sitzt mit Otto am Tisch und zeigt ihm interessiert etwas auf einem Tablet zum Thema KI im Alltag.
Oma Erla und Otto entdecken gemeinsam, wie KI im Alltag helfen kann.

Es war an einem Dienstagabend. Otto war schon nach Hause gegangen, Christa hatte ich den ganzen Tag nicht gesehen, und ich saß mit einer Tasse Tee und einem Brief, den ich nicht verstand.

Nicht weil ich schwer von Begriff bin. Sondern weil da Dinge drinstanden wie „Leistungsprüfungszeitraum" und „Antragsvoraussetzungen gemäß § 14b". Drei Seiten davon.

Meine fitte Nachbarin Lisa hätte ich gefragt. Aber die war ausgerechnet an diesem Abend nicht zu erreichen.

Also hab ich das Tablet genommen. Und dann hab ich etwas getan, was ich vorher nie getan hätte: Ich hab die KI gefragt.

Nicht gegoogelt. Nicht in einem Forum gesucht. Ich hab getippt, was in dem Brief stand, und dazu geschrieben: Was bedeutet das bitte auf normalem Deutsch?

Und bekam eine Antwort.

Keine Liste mit zehn Links. Kein „Diese Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab." Sondern eine ruhige, klare Erklärung. Als ob jemand neben mir säße und mir in Ruhe sagt, was das bedeutet.

Ich hab noch zweimal nachgefragt. Einmal, weil ich eine Formulierung immer noch nicht verstand. Einmal, weil ich wissen wollte, ob ich einen Widerspruch einlegen sollte.

Nach einer Viertelstunde wusste ich, was in dem Brief stand. Ich wusste, was ich als nächstes tun konnte. Und ich hatte den Widerspruch schon halb im Kopf.

Am nächsten Tag hab ich Christa davon erzählt. Sie hat mich angeschaut und gefragt: Und das hat funktioniert?

Ja, hab ich gesagt. Das hat funktioniert.

Seitdem frage ich öfter.

Das Wichtigste in Kürze

KI ist kein Suchfeld wie Google. Man schreibt einfach, was man wissen will, genauso wie man es formulieren würde, wenn man jemanden fragt. Man darf nachfragen. Man darf unklar sein. Man darf auch einfach sagen: Ich verstehe das immer noch nicht.

Kein Vorwissen nötig. Einfach fragen.

Was Otto dazu sagt

Als ich Otto davon erzählt habe, hat er erst mal gefragt, ob das denn sicher sei. Ob da jemand mitlese. Ob das alles stimme, was die KI sagt.

Das sind gute Fragen. Ich hab ihm ehrlich geantwortet: Ich weiß nicht alles darüber. Aber ich hab den Brief verstanden. Und das hat mir geholfen.

Otto hat überlegt. Dann hat er gefragt: Kannst du mir das mal zeigen?