Der Warntag: Was dein Handy dir sagen will

Otto sitzt entspannt mit einer Tasse Kaffee am Tisch und betrachtet eine Testwarnung auf seinem Smartphone.
Eine Testwarnung ist kein echter Notfall – sie dient dazu, die Warnsysteme zu überprüfen.

Einmal im Jahr wird in ganz Deutschland getestet, ob die Warnsysteme funktionieren. Das nennt sich Warntag. Er findet immer am zweiten Donnerstag im September statt, dieses Jahr also am 10. September. Um 11 Uhr wird eine Probewarnung ausgelöst, gegen 11:45 Uhr kommt die Entwarnung.

Wichtig zu wissen: Es passiert nichts Schlimmes. Es wird nur geprobt, so wie eine Feuerwehrübung. Nur eben für die ganze Bevölkerung.

Welche Wege getestet werden

Am Warntag testen die Behörden gleich mehrere Wege gleichzeitig. Sirenen heulen in vielen Städten und Gemeinden. Radiosender unterbrechen ihr Programm für eine Durchsage. Warn-Apps wie NINA oder KATWARN schicken eine Meldung aufs Handy. Und dann gibt es noch einen Weg, für den man gar nichts installieren muss: Cell Broadcast.

Was ist dieses Cell Broadcast überhaupt?

Stell es dir wie eine Rundfunk-Durchsage vor, nur eben fürs Handynetz. Die Warnung wird direkt über den Funkmast an alle geeigneten Handys in der Nähe geschickt. Du musst dafür nichts installieren und dich nirgendwo anmelden. Es werden dabei auch keine persönlichen Daten oder Telefonnummern erhoben. Es schrillt einfach, bei Otto und bei mir, ganz ohne dass wir etwas dafür tun mussten.

Der Unterschied zu einer Warn-App wie NINA ist also: Cell Broadcast erreicht dich automatisch, sobald du in der betroffenen Funkzelle bist. Eine App musst du dagegen selbst installieren, dafür kannst du dort auch gezielt Warnungen für deinen Wohnort oder für Orte einstellen, an denen Familie oder Freunde leben.

Woran erkennst du, ob dein Handy mitmacht?

Drei Dinge müssen stimmen. Dein Handy muss eingeschaltet sein. Der Flugmodus darf nicht aktiv sein. Und das Betriebssystem sollte einigermaßen aktuell sein.

Sind diese drei Dinge erfüllt, bekommst du die Testwarnung ganz automatisch. Du musst nichts extra einstellen.

Was du im Ernstfall tun solltest

Der Warntag übt genau das, was im echten Ernstfall wichtig wäre: aufmerksam werden, die Meldung lesen und den enthaltenen Hinweisen folgen. Bei einer echten Warnung steht in der Meldung, worum es geht und was zu tun ist, zum Beispiel Fenster schließen oder einen bestimmten Bereich meiden. Am Warntag selbst musst du gar nichts tun außer zuzuhören und dich vielleicht ein wenig zu wundern.

Also keine Sorge

Wenn dein Handy am Donnerstag um 11 Uhr plötzlich laut wird, ist das kein Grund zur Aufregung. Es zeigt nur, dass die Technik funktioniert. Und im Ernstfall würde genau dieser Ton dich rechtzeitig warnen. Otto sagt inzwischen übrigens, er sei „froh, dass sein Handy aufpasst". Und ich freue mich schon darauf, dieses Jahr ganz gelassen neben ihm zu sitzen, wenn es wieder losgeht.

Erlas Fazit

Du willst wissen, wie du Warn-Apps wie NINA oder KATWARN überhaupt auf dein Handy bekommst? Das erklärt der Beitrag Apps installieren.