Ich bin kein Roboter – was steckt dahinter?

Was ein CAPTCHA ist und warum es uns alle schützt

Oma Erla sitzt am Laptop und zeigt auf ein CAPTCHA-Feld mit der Aussage „Ich bin kein Roboter“.
Ein CAPTCHA prüft, ob wirklich ein Mensch vor dem Bildschirm sitzt.

Letzte Woche wollte ich online einen Tisch reservieren. Ich habe alles ausgefüllt, Name, Uhrzeit, Personenzahl, und dann tauchte auf einmal ein kleines Kästchen auf: „Ich bin kein Roboter". Ich habe kurz gelächelt. Das kenne ich.

Christa hatte dasselbe neulich bei einer Bestellung erlebt und wusste nicht, was das soll. Also habe ich es ihr erklärt. Und jetzt erkläre ich es hier.

Was ist ein CAPTCHA?

Das Wort spricht man ungefähr „käptscha" aus. Es kommt aus dem Englischen und steht für einen kleinen Test, der Menschen von automatischen Computerprogrammen unterscheidet.

Solche automatischen Programme können ohne menschliches Zutun Formulare ausfüllen, Konten anlegen oder Nachrichten verschicken. Und das in großer Zahl, in Sekunden. Ein CAPTCHA setzt ihnen eine Hürde, die nur ein echter Mensch nehmen kann.

Warum taucht ein CAPTCHA auf?

Internetseiten wollen sicherstellen, dass nur echte Menschen ihre Formulare nutzen. Das schützt vor Spam, vor gefälschten Konten und vor Missbrauch.

Ohne diese kleinen Prüfungen könnte ein einziges Programm in kurzer Zeit Tausende Anfragen abschicken. Das belastet die Internetseite stark und kann sie im schlimmsten Fall lahmlegen. Das CAPTCHA ist also kein Ärgernis, sondern ein Schutzschild.

Welche Arten gibt es?

Die bekannteste Form ist das einfache Häkchen: Ein Kästchen mit dem Text „Ich bin kein Roboter", das man anklickt. Im Hintergrund beobachtet die Seite dabei, wie die Maus bewegt wird. Menschen bewegen sie ein bisschen ungleichmäßig. Programme fast perfekt. Daran erkennt die Seite den Unterschied.

Manchmal folgt danach ein Bilderrätsel: Felder auswählen, auf denen Ampeln zu sehen sind, oder Fahrräder, oder Treppen. Das klingt einfach, und das ist es auch. Einfach alle passenden Bilder anklicken und bestätigen.

Ältere Seiten zeigen manchmal noch verzerrte Buchstaben oder Zahlen, die man abtippen soll. Das sieht man heute seltener, ist aber dasselbe Prinzip.

Was tun, wenn es nicht klappt?

Manchmal erkennt die Seite den Klick nicht sofort. Das kann passieren, wenn der Browser sehr alt ist oder wenn die Internetverbindung kurz gestört war.

In dem Fall hilft es, die Seite neu zu laden und es noch einmal zu versuchen. Oder einen anderen Browser auszuprobieren. Meistens klappt es beim zweiten Anlauf problemlos.