Backup vor der Reise – Fotos und Kontakte sichern
Serie: Ordnung auf dem Smartphone

Otto hat mir neulich etwas erzählt, das mir noch lange nachgegangen ist. Er war drei Wochen in der Toskana. Wunderschöne Landschaften, gutes Essen, strahlender Sonnenschein. Und er hat alles fotografiert: jeden Abend, jeden Marktplatz, jede Katze auf einer Mauer.
Auf dem Rückweg ist sein Handy runtergefallen. Display kaputt, Handy tot. Und mit ihm: alle Fotos.
„Weg", hat Otto gesagt. „Einfach weg."
Das muss nicht sein. Mit einem Backup – also einer Sicherheitskopie – hätte Otto zwar kein neues Handy gehabt, aber seine Fotos wären noch da gewesen. Und das Schöne ist: Ein Backup dauert keine zehn Minuten.
Es gibt zwei Wege. Der eine führt in die Cloud, der andere an deinen Computer. Du kannst beide nutzen; sie funktionieren beide gut.
Eine Cloud: deine Fotos wandern ins Internet
Eine Cloud klingt nach Technik, ist aber im Grunde ganz einfach: Deine Fotos werden automatisch irgendwo auf der Welt auf einem sicheren Server gespeichert. Sie sind jederzeit für dich abrufbar. Auch wenn dein Handy kaputtgeht oder verloren geht.
Für Android-Handys empfehle ich Google Fotos. Für iPhones ist iCloud die naheliegende Wahl.
Google Fotos einrichten (Android)
Öffne die App „Google Fotos" auf deinem Handy. Sie ist bei den meisten Android-Geräten bereits vorinstalliert. Tippe oben rechts auf dein Profilbild und dann auf „Sicherung aktivieren". Wähle „WLAN" aus, damit deine Fotos nicht dein mobiles Datenvolumen verbrauchen. Ab sofort werden neue Fotos automatisch gesichert, sobald du im WLAN bist.
iCloud einrichten (iPhone)
Öffne die Einstellungen und tippe ganz oben auf deinen Namen. Wähle „iCloud" und dann „Fotos". Stelle sicher, dass „iCloud-Fotos" eingeschaltet ist. Das war es schon. Ab sofort werden deine Fotos automatisch gesichert und sind jederzeit von jedem Gerät aus abrufbar.
Vor- und Nachteile der Cloud
Die Cloud hat einen großen Vorteil: Sie arbeitet von selbst. Einmal eingerichtet, läuft sie im Hintergrund, ohne dass du daran denken musst. Und wenn du ein neues Handy kaufst, sind alle Fotos sofort wieder da.
Der Nachteil: Du brauchst ein Konto – bei Google oder Apple – und irgendwann wird der kostenlose Speicherplatz voll. Google gibt dir 15 Gigabyte kostenlos, Apple 5 Gigabyte. Das reicht für eine Weile, aber wer viel fotografiert, stößt irgendwann an die Grenze.
Das Kabel: deine Fotos wandern auf den Computer
Wer seine Fotos lieber zu Hause auf dem eigenen Computer hat, ist mit dem Kabel gut bedient. Du schließt dein Handy an, die Fotos werden übertragen – fertig.
Android und Windows-Computer
Schließe dein Handy mit dem USB-Kabel an den Computer an. Auf dem Handy erscheint eine Meldung. Wähle dort die Option für die Dateiübertragung. Sie heißt je nach Gerät „Dateiübertragung" oder „Dateien übertragen". Auf dem Computer öffnet sich der Windows-Explorer, und dein Handy erscheint dort wie ein USB-Stick. Öffne den Ordner „DCIM". Dort liegen deine Fotos. Kopiere sie einfach in einen Ordner auf deinem Computer.
iPhone und Windows-Computer
Schließe dein iPhone mit dem Kabel an den Windows-Computer an. Auf dem iPhone erscheint die Frage „Diesem Computer vertrauen?". Tippe auf „Vertrauen". Öffne auf dem Computer die Fotos-App. Wähle dort „Importieren" und dann dein iPhone aus. Du kannst auswählen, welche Fotos du übertragen möchtest. Alternativ findest du dein iPhone auch im Windows-Explorer unter „Dieser PC". Dort öffnest du den Ordner „DCIM" und kopierst die Fotos manuell.
iPhone und Mac
Schließe dein iPhone mit dem Kabel an den Mac an. Die App „Fotos" öffnet sich automatisch und fragt, ob du die Bilder importieren möchtest. Tippe auf „Alle neuen Objekte importieren".
Vor- und Nachteile des Kabels
Der größte Vorteil: Deine Fotos liegen bei dir zu Hause, auf deinem eigenen Gerät. Kein Konto nötig, kein monatlicher Speicherplatz, keine Abhängigkeit von einem Anbieter.
Der Nachteil: Du musst selbst dran denken. Das Kabel muss raus, der Computer muss an sein. Wer das nur einmal vor dem Urlaub macht, verliert leider seine Urlaubsbilder.
Und die Kontakte?
Fotos sind das eine. Aber auch deine Kontakte solltest du vor der Reise im Blick haben. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Nie wieder eine Nummer verlieren – dort erkläre ich Schritt für Schritt, wie du sicherstellst, dass deine Telefonnummern auch nach einem Handywechsel noch da sind.
Oma Erlas Rat vor der Abreise
Ich sage Otto das jedes Mal, seit diesem Toskana-Sommer: Ein Backup ist wie ein Regenponcho. Du hoffst, dass du ihn nicht brauchst, aber wenn du ihn brauchst, bist du sehr froh, dass er da ist.
Mach es dir zur Gewohnheit: eine Woche vor der Abreise kurz prüfen, ob dein Backup läuft. Wer mit der Cloud arbeitet, ist im Urlaub sogar automatisch auf der sicheren Seite. Die Fotos werden gespeichert, sobald du im WLAN bist. Wer das Kabel bevorzugt, schließt das Handy einmal an den Computer an. Das dauert keine zehn Minuten. Und es schützt Erinnerungen, die kein Geld der Welt zurückbringt.
