Öffentliches WLAN – wie sicher ist das?

Surfen im Café oder im Zug, aber mit Bedacht

Im Frühjahr war ich mit meinem Freund Otto ein paar Tage in Lübeck. Wir saßen in einem netten Café, Otto wollte kurz die Zugverbindung für den Rückweg prüfen. Das Café hatte WLAN, kostenlos, kein Passwort nötig. Er hat sich verbunden und die Verbindung nachgeschaut. Kein Problem.

Aber als er dann noch schnell sein Online-Banking aufrufen wollte, habe ich kurz die Hand gehoben. Das machen wir lieber später, habe ich gesagt. Zu Hause, im eigenen Netz.

Was ist öffentliches WLAN?

Ein öffentliches WLAN ist eine drahtlose Internetverbindung, die nicht nur einer Person zur Verfügung steht, sondern gleichzeitig vielen Menschen. Im Café, im Zug, am Bahnhof, im Hotel oder im Wartezimmer beim Arzt kann man sich damit verbinden.

Man braucht keinen eigenen Vertrag dafür, nur ein Gerät und manchmal ein einfaches Passwort. Das ist der große Vorteil. Der Nachteil ist: Man weiß nicht, wer noch im selben Netzwerk unterwegs ist.

Oma Erla sitzt mit Laptop und Smartphone an einem Tisch, im Hintergrund ist ein WLAN-Symbol zu sehen.
Unterwegs ins Internet zu gehen ist praktisch, aber öffentliche WLANs sollte man mit etwas Vorsicht nutzen.

Wann ist öffentliches WLAN unproblematisch?

Nicht jede Nutzung ist riskant. Für viele alltägliche Dinge ist öffentliches WLAN völlig in Ordnung.

Nachrichten lesen, das Wetter prüfen, einen Fahrplan nachschauen, eine Webseite besuchen ohne sich einzuloggen, ein Video ansehen. Das alles geht problemlos. Der entscheidende Punkt ist nicht das öffentliche WLAN selbst, sondern was man darin tut.

Solange man keine persönlichen Daten eingibt und sich bei keinem Konto anmeldet, ist das Risiko gering.

Kurz hinschauen, bevor man sich verbindet

Manchmal gibt es an einem Ort mehrere Netzwerke mit ähnlichen Namen. Ein Netzwerk heißt vielleicht „Café_WLAN", ein anderes „Cafe_Wlan_Free". Auf den ersten Blick sieht das gleich aus, ist es aber nicht.

Manche Netzwerke werden absichtlich mit verwirrenden Namen angelegt, um andere Nutzer anzulocken. Am einfachsten ist es, kurz beim Personal nachzufragen: Welches Netzwerk ist das richtige? Das ist schnell gefragt und sorgt für ein gutes Gefühl.

Außerdem: Eine seriöse Anmeldeseite fragt nach einem Passwort oder der Bestätigung von Nutzungsbedingungen. Sie fragt nicht nach persönlichen Daten wie Ausweisnummer oder Kreditkarte.

Nach der Nutzung: Verbindung trennen

Wer ein öffentliches WLAN genutzt hat, kann danach die Verbindung einfach trennen. Bei vielen Geräten lässt sich außerdem einstellen, dass man sich nicht automatisch mit bekannten Netzwerken verbindet. Das verhindert, dass das Gerät selbstständig Verbindungen aufbaut, ohne dass man es bemerkt.

Wie das geht, erkläre ich demnächst in einem eigenen Beitrag.