Dieser Beitrag gehört zur Reihe 👉 Sicher im Netz.
Eine Nachricht fordert dich auf, schnell zu reagieren.
Ein Konto soll gesperrt werden.
Ein Paket wartet.
Ein Passwort müsse „dringend“ bestätigt werden.
Viele dieser Nachrichten wirken echt – sind es aber nicht.
Hier erfährst du, woran du sie erkennst. Und was du in Ruhe tun kannst.
Wenn du einzelne Aspekte noch einmal nachlesen möchtest, findest du die wichtigsten Hinweise im folgenden Abschnitt übersichtlich erklärt.
Betrügerische Nachrichten (auch Phishing genannt) arbeiten fast immer mit ähnlichen Tricks.
Achte besonders auf diese Punkte:
„Letzte Warnung!“
„Ihr Konto wird heute gesperrt!“
„Sofort handeln!“
Echte Unternehmen drohen selten in dieser Form – und schon gar nicht ohne vorherige Information.
Schau dir die Absenderadresse genau an.
Statt einer offiziellen Adresse steht dort vielleicht:
ein langer, kryptischer Name
viele Zahlen
eine leicht veränderte Schreibweise
Beispiel:
statt bankname.de steht dort bank-n4me-security.com
Schon kleine Abweichungen sind ein Warnsignal.
Ein Link ist eine anklickbare Internetadresse.
Er führt dich zu einer Webseite.
Doch nicht jeder Link hält, was er verspricht.
Hier kannst du genauer hinschauen:
Manchmal steht dort zum Beispiel:
Aber wenn du genauer hinsiehst, führt der Link in Wirklichkeit zu einer ganz anderen Adresse.
Der angezeigte Text kann frei gewählt werden.
Er muss nicht mit der echten Zieladresse übereinstimmen.
Achte auf:
viele Zahlen oder Sonderzeichen
ungewöhnlich lange Adressen
kleine Schreibfehler
zusätzliche Wörter wie „-service“, „-verify“, „-security“
Beispiel:
statt bankname.de steht dort
bankname-konto-pruefung247.com
Schon kleine Abweichungen können entscheidend sein.
Bekannte deutsche Unternehmen nutzen oft:
.de
.com
Wenn plötzlich eine ganz andere Länderendung auftaucht, kann das ein Warnsignal sein.
Manche Links sind stark verkürzt und sehen so aus:
bit.ly/…
tinyurl.com/…
Hier erkennst du nicht sofort, wohin sie führen.
„Sehr geehrter Kunde“
„Hallo Nutzer“
Wenn du bei einem Dienst angemeldet bist, kennt man dort normalerweise deinen Namen.
Drei schnelle Prüf-Fragen bei einem Link
1️⃣ Passt die Adresse wirklich zum Absender?
Sieht die Internetadresse so aus, wie du sie kennst?
2️⃣ Werde ich unter Druck gesetzt?
Steht dort „sofort handeln“ oder „letzte Warnung“?
3️⃣ Könnte ich die Seite selbst aufrufen?
Gib die bekannte Adresse lieber manuell ein.
Betrüger wollen, dass du nicht nachdenkst.
Eile sorgt dafür, dass wir:
schneller klicken
weniger prüfen
aus Angst reagieren
Je mehr Zeitdruck aufgebaut wird, desto vorsichtiger darfst du werden.
Ruhe ist dein Schutz.
Wenn dich eine Nachricht verunsichert, gehe diese drei Schritte durch:
Nicht sofort klicken.
Nicht antworten.
Erst einmal tief durchatmen.
Stimmt die Absenderadresse?
Passt die Sprache zur Firma?
Wirst du unter Druck gesetzt?
Führt der Link wirklich zur bekannten Internetseite?
Wenn etwas merkwürdig wirkt, vertraue deinem Gefühl.
Öffne die Internetseite selbst – unabhängig von der Nachricht.
Tippe die bekannte Adresse manuell ein oder nutze ein gespeichertes Lesezeichen.
So umgehst du mögliche Täuschungen.
Zusätzlichen Schutz bietet auch eine 👉 2-Faktor-Anmeldung,
bei der neben dem Passwort ein weiterer Sicherheitscode erforderlich ist.
Keine Anhänge öffnen, wenn du unsicher bist
Keine Zugangsdaten eingeben – besonders dann nicht, wenn es um dein Passwort geht.
Wie du sichere Passwörter erstellst und schützt, liest du hier: 👉 Passwörter sicher verwalten
Nicht aus Angst reagieren
Keine Telefonnummer aus der Nachricht anrufen
Wenn dich etwas unter Druck setzt, darfst du langsamer werden.
Seriöse Dinge laufen dir nicht davon.
Und was echt ist, hält auch eine Prüfung aus.
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